Anzucht und Pflege von Venusfliegenfallen

Möchte man erfolgreich Venusfliegenfallen züchten oder pflegen sollte man einige Grundregeln beachten.

Anzucht aus Samen:

Venusfliegenfallen sind Lichtkeimer. Das bedeutet die Samen werden nicht mit Erde bedeckt, sondern werden auf die gut feuchte Erde gelegt und ein wenig angedrückt.
Man sollte nur eine Spezialerde für Carnivoren verwenden. Sie hat den perfekten ph-Wert vo 3,0 – 4,0. Bitte NIEMALS Leitungswasser zum Gießen verwenden! Ich verwende erfolgreich gefiltertes Regenwasser.
Am besten keimen die Samen bei einer Temperatur von 23°C bis 25°C.

Pflege der Venusfliegenfallen:

Ich halte meine Venusfliegenfalle in einem Spinnenterrarium. Beleuchtet wird sie mit einer 20W Energiespar-Tageslichtlampe mit einer Farbtemperatur von 6500 Kelvin. ACHTUNG! Normale Energiesparlampen reichen nicht aus! Die Spezialerde halte ich immer gut feucht und alle zwei Tage wird die Pflanze mit gefiltertem Regenwasser besprüht.

Alte Fallen, gelbe und braune Blätter entferne ich direkt damit erst gar keine Schimmel-Angriffsfläche entstehen kann.

Sollte die Pflanze eine Blüte ausbilden, so sollte man sich überlegen ob sie blühen soll (für evtl. Samengewinnung) oder der Stengel rechtzeitig abgeschnitten werden sollte damit die Pflanze die Kraft für viele große Fallen verwenden kann…

Fütterung:

Die Pflanze ist sehr genügsam und muss eigentlich nicht gefüttert werden. Für mich ist das aber das Interessante an dieser Pflanze. Ich kaufe mir im Zoofachhandel flugunfähige Stubenfliegen, die ich dann in das Terrarium sperre. ACHTUNG: Keine toten Tiere verfüttern! Wenn die Beute in der geschlossenen Falle nicht mehr zappelt, öffnet sich die Falle wieder. Das ist quasi der Kontrollmechnismus ob die Pflanze ein lebendes Tier gefangen hat, oder z.B. nur Dreck in die Falle gefallen ist.

Zusammenfassung:

  • Substrat: Spezialerde für Carnivoren
  • ph-Wert zwischen 3 und 4
  • Optimale Temperatur bei 23°C
  • Nur mit gefiltertem Regenwasser gießen
  • Licht: 12 std. Tageslichtlampe mit 6500 Kelvin
  • Optimale Luftfeuchtigkeit bei 65%
  • Alte und abgestorbene Pflanzenteile sofort entfernen

Sollten noch Fragen offen sein, schreibt einfach einen Kommentar. Ich versuche gerne zu helfen!

Verwandte Einträge

Autor:
Datum: Donnerstag, 8. April 2010 6:20
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Allgemein

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

4 Kommentare

  1. 1

    Hi,
    guter informativer Artikel von dir.
    2 Dinge würde ich aber nicht empfehlen, einmal die Pflanze zu besprühen und tote Tiere zu füttern. Eine Anstaubewässerung ist die beste Lösung und die Beute sollte auch nur maximal halb so groß wie die Falle sein, weil die Falle sich sonst nicht richtig schließen kann und dann anfängt zu faulen.

  2. 2

    Wieso ist das Besprühen deiner Meinung nach nicht zu empfehlen? Ich “simuliere” damit den morgentlichen Tau. Und das mit den toten Tieren ist mir auch unklar. Also das mit dem Maden ist ne seltene Ausnahme und wenn ich sie verfüttere sind sie ganz frisch…

    LG

    Oliver

  3. 3

    Die Pflanze prüft nach dem zuklappen weiterhin, an hand der Bewegungen des Opfers, ob es sich um eine lebendige Beute und nicht um ein fehlschließen z.B. durch ein Stöcken handelt. Dies soll verhindern, dass der sehr kraftkostende Verdauungsvorgang in die Wege geleitet wird. Die Falle öffnet sich also wieder ohne die Beute zu verdauen.

    Die Pflanze braucht keine hohe Luftfeuchtigkeit so wie es bei anderen Arten ist, deswegen ist eine Besprühung nicht nötig und weil es eine Schimmelbildung beschleunigt.

    Es sollte auch nur eine Empfehlung sein. ;-)

  4. 4

    Hi,

    Ich wollte mal fragen wie man oder wo man die abgefaulte Falle abschneiden muss, wenn sie anfängt zu faulen oder Tod ist. Und ich habe die Pflanze erst seit vorgestern und wollte nach 1,2 Tipps fragen wie sie gut wächst und wie man sie vermehren kann bzw züchtet.

    MfG Jonas

Kommentar abgeben