Mittwoch, 10. August 2011 0:15

Am 01.08.2011 verstarb unser Hund Benni.
In den fast 12 Jahren wurde er zu einem geliebten Familienmitglied.
Es ging ihm in den letzten Wochen zusehends schlechter. Viele kleinere Symtome wie Müdigkeit und Appetitlosigkeit (er fraß normal, nur keine Leckerchen) haben wir auf sein Alter geschoben. Am 29.07. ging es ihm aber so schlecht, dass er in der Nacht einen Krampfanfall erlitt und den Tag danach komplett verschlafen hat. Als dann auch noch motorische Störungen – er konnte sich nicht mehr längere Zeit auf den Beinen halten – dazu kamen, entschieden wir uns am Montag mit ihm zum Tierarzt zu gehen. Um 14:30 Uhr hatten wir den Termin.
Die Ultraschalluntersuchung, eine Punktion und die Bestimmung der Anzahl der roten Blutkörperchen wies auf ein Bluten in den Bauchraum hin. Äußerlich konnte der Tierarzt aber nicht wirklich feststellen, ob es sich um einen Tumor in der Leber oder in der Milz handelte.
Wir hatten in der Familie vorher besprochen, dass wir Benni nicht unnötig leiden lassen wollten, und ihm Qualen und Schmerzen ersparen wollten. Da der Tierarzt davon sprach, dass Benni – sofern nur die Milz betroffen wäre noch 2 – 3 glückliche Jahre vor sich hätte – haben wir einer klärenden Operation zugestimmt. Mit dem Wissen dem Hund 2 – 3 glückliche Jahre zu nehmen, und ihn einfach ohne OP einschläfern zu lassen, konnten wir nicht leben.
Gegen 16:30 Uhr kam dann der Anruf von Tierarzt. Das war bis jetzt einer der schlimmsten Anrufe meines Lebens:
Der Tierarzt fand bei Benni Tumore in der Leber, der Milz und der Bauchspeicheldrüse. Ein Tumor in der Leber war aufgeplatzt und blutete in den Bauchraum. Es war die Rede von über 150ml blutiger Flüssigkeit, die allein während der Operation abgesaugt wurden.
Da war für uns klar, dass wir Benni nicht mehr aufwachen lassen können.
Ich werde nie vergessen wie ich einen meiner besten Freunde tot aus der Praxis trug.
Es gibt mir bzw. uns aber Trost, dass Benni ein sehr tolles Leben bei uns hatte. Er durfte immer ohne Leine und Halsband auf unseren großen Grundstück und in der Nachbarschaft rumlaufen, konnte Katzen jagen, Schafe zusammentreiben, und im angrenzenden Bach baden.
Das Foto über diesen Artikel zeigt das Grab von Benni. Einfach aber angemessen. Denn nichts anderes hat ein treuer Freund und ein geliebtes Familienmitglied verdient.
Und all denjenigen die jetzt sagen möchten “Das war doch nur ein Tier”, möchte ich sagen: Ihr habt keine Ahnung!